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#1 Milngavie - Drymen

vor 58 Minuten
2 Min. Lesezeit

Nach der ziemlich abenteuerlichen Anreise per Bahn via Paris, London und Glasgow nach Milngavie konnten wir heute Morgen endlich loslegen: Der West Highland Way wartete auf uns.

Der West Highland Way ist Schottlands bekanntester Fernwanderweg. Auf rund 154 Kilometern verbindet er Milngavie bei Glasgow mit Fort William in den Highlands.


Die Route führt durch abwechslungsreiche Landschaften: vorbei an Loch Lomond, durch das Glen Fillan, über das einsame Rannoch Moor und durch das eindrückliche Glencoe. Der höchste Punkt ist die Devil’s Staircase mit rund 550 Metern. Und am Ziel wartet mit dem Ben Nevis der höchste Berg Grossbritanniens. Den werden wir allerdings rechts liegen lassen – schliesslich haben wir noch genug andere Kilometer vor uns.

Zu Beginn folgten wir dem Allander Water. Auf den ersten Kilometern war ordentlich etwas los. Vor allem viele Wanderer waren unterwegs, die offenbar einen anderen Zeitplan hatten als wir. Einer nach dem anderen überholte uns mit grossem Tempo. Wir liessen sie ziehen. Der West Highland Way ist schliesslich kein Wettrennen.

Die Sonne schien, die Landschaft wurde immer offener und auf den Weiden grasten die ersten Schafe. Langsam kamen die ersten Hügel näher.

Mit jedem Kilometer verteilten sich die Wanderer mehr und mehr. Endlich wurde es ruhiger – genau so, wie wir es mögen.


Kurz darauf kamen wir an der Glengoyne Whisky-Destillerie vorbei, idyllisch am Fusse des Dumgoyne Hill gelegen. Ein Besuch hätte natürlich hervorragend in unsere Schottlandreise gepasst. Wir verzichteten trotzdem darauf. Am ersten Wandertag wollten wir nicht bereits mit einem Whisky beginnen und den weiteren Weg plötzlich als etwas kurviger empfinden.

Stattdessen kehrten wir im Beech Tree Café ein. Eine gute Entscheidung. Kaum sassen wir gemütlich da, begann es draussen zu regnen. Der Regen hatte allerdings ein Einsehen und verschwand genauso schnell wieder, wie er gekommen war.

Der schmale Wanderweg war inzwischen ziemlich aufgeweicht. Unsere Schuhe bekamen also bereits am ersten Tag einen guten Eindruck davon, was sie in den nächsten Tagen noch erwartet. Die kühlen Temperaturen waren für uns hingegen ideal und so kamen wir flott voran.

Beim Aufstieg zum Gartness Hill wurde die Aussicht immer besser. In der Ferne konnten wir bereits Loch Lomond erkennen. Noch lag es ein gutes Stück vor uns – aber immerhin wussten wir jetzt, wohin die nächsten Kilometer führen.

Nach 21 Kilometern erreichten wir schliesslich Drymen. Für heute war genug gewandert

Im Hotel genehmigten wir uns zuerst einmal einen Kaffee und liessen die erste Etappe gemütlich ausklingen.


Morgen geht es über den Conic Hill nach Balmaha.

 
 
 

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