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#4 Inversnaid - Crianlarich

vor 11 Minuten
2 Min. Lesezeit

Der erste Teil unserer heutigen Wanderung von Inversnaid zum Nordende des Loch Lomond gilt – besonders bei Nässe – als das heikelste Teilstück des West Highland Ways. Und natürlich hatte es in der Nacht kräftig geregnet. Beste Voraussetzungen also für eine kleine alpine Einlage.

Wir meisterten die Kletterpassagen erstaunlich gut. Zum Glück waren unsere Wanderschuhe auch auf nassem Felsen rutschsicher.

Nach rund zwei Stunden hatten wir die heikle Passage hinter uns und waren überzeugt: Jetzt kann es eigentlich nur noch einfacher werden. Ein klassischer Wanderer-Irrtum!

Wir stiegen auf eine wunderschöne Moor-Hochebene. Der Weg war allerdings durch die nächtlichen Regenfälle und die zahlreichen kleinen Wasserläufe völlig durchnässt und teilweise morastig. Jeder Schritt wollte gut überlegt sein, und manchmal war nicht ganz klar, ob man gerade über einen Weg oder durch einen besonders gut getarnten Wassergraben lief.

Entsprechend langsam kamen wir voran. Nach vier Stunden hatten wir gerade einmal elf Kilometer geschafft. Immerhin wartete wenig später ein Campingplatz mit Café und Laden auf uns. Wir stärkten uns ausgiebig – diese Pause war definitiv nicht nur verdient, sondern dringend nötig.

Inzwischen hatte sich das Wetter gewendet. Die Sonne kam heraus, und auch die Wege wurden langsam besser. Entlang des River Falloch wanderten wir talaufwärts und kamen an zahlreichen wunderschönen Wasserfällen vorbei.

Nach dem vielen Regen führte der Fluss ordentlich Wasser – Schottland zeigte sich von seiner wilden Seite.


Wir wechselten die Talseite und stiegen anschliessend auf einem alten Militärweg wieder bergauf.

Spätestens jetzt war klar: Wir sind endgültig in den Highlands angekommen.

Beim Sattel des Kirk Craig verliessen wir den West Highland Way und stiegen hinunter zu unserer Unterkunft in Crianlarich.


Es war eine lange und anstrengende Etappe. Dafür wurden wir mit immer schönerem Wetter, grandiosen Landschaften und echten Highland-Momenten belohnt.


Morgen geht es weiter nach Bridge of Orchy. Wir hoffen allerdings, dass die Wege bis dahin noch etwas Zeit zum Trocknen bekommen – unsere Schuhe würden es danken.




 
 
 

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